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1 Städtebauliche Situation Grundsätzlich haben wir zwischen einer offenen Bebauung zur Donauaue und einer Wohnzeile quer Nord-Süd abgewogen. Vor Ort konnten wir feststellen, daß die Schall-Emissionen aus Süd-Westen/Donauaue sehr hoch sind. Durch die im Bau befindliche Randbebauung "Schwinge" wird sich das Lärm-Niveau aus der unmittelbaren West-Nord-Richtung der Bundesstrasse entsprechend reduzieren, aber die Schall-Emissionsquelle im Süd-Westen wird nicht veringert. Die Emissions-Messungen belegen diese Einschätzung mit mehr als 60dB Verkehrslärm am Tage und 50dB in der Nacht. Damit wird voraussichtlich bei einer offenen Bauweise die TA-Lärmschutz-Richtlinie für allgemeine Wohngebiete überschritten.
Von daher, und wegen eines gemeinsamen Platzes der nachbarschaft-lichen Wohnungsbauten, haben wir uns entschlossen zwei grundsätzliche städtebauliche Ausrichtungen zu entwickeln, die mit den Grundrissen der Wohnungen abgestimmt sind. Der gemeinsame Nachbarschaftshof und die Donau-Aue. Alle Wohnungen lassen das "Durchwohnen" zwischen diesen beiden Qualitäten zu. Auf diese Art wird ein "Verzahnen" mit der Umgebung ausgehend von den Wohnungen entwickelt. Jede Wohnung setzt sich fort in seiner Umgebung und gleichzeitig kann individuell je nach den Bedürfnissen "gewohnt" werden.
2 familiengerechtes und nachbarschaftsfreundliches Wohnen
Grundsätzlich sind alle Wohnungen Maisonette über 2 Geschosse. 50% sind parzellenartig mit Gärten + Terrassen angelegt. 50% werden über einen 3,20m breiten Laubengang erschlossen. Kein individueller Raum grenzt an den Laubengang.
Durch die unterschiedlichen Breiten der Schottenbauweise und der Anordnung der Maisonettes sind die Räume in Größe, Orientierung und Gebrauch variabel. Die Wohnungsgrößen können in 18qm-Schritten nach den Förderrichtlinien für Wohnungsbau entwickelt und verändert werden.
Die Erschliessung der Wohnungen ist so angelegt, daß möglichst viele informelle Situationen entstehen können. Alle Wohnungszugänge und Wege sind zum Hof hin ausgerichtet. Der Nachbarschaftsplatz fasst räumlich und funktional dieses Konzept. Die Einfassung des Platzes besitzt umlaufend eine Bank und bildet einen Sichtschutz mit 2,2m Höhe zu den privaten Gärten. Ein "Raum im Raum" entsteht.
In Abstufung der räumlichen Hierachie und der Dichte sind kleine Rondells eingestreut, die zum einen, privat-öffentliche "Raum im Raum"-Situationen schaffen, als auch durch ihre Positionierung als zylinderförmige Körper Weite und Begrenzungen gestalteten.
Das Konzept zum "Bespielen" des Nachbarschaftsplatz und der Rondells wird zusammen mit den Bewohnern entwickelt und soll dadurch bereits im Vorfeld die Nachbarschaften fördern.
3 Grün Das private Grün ist in zwei Bereiche gegliedert, einmal unmittelbar an den Maisonetten in einer Breite von etwa 5m und auslaufend zum Nachbarschaftsplatz hin als räumlich zum Nachbarn offener. Als Parzellierung dienen brüstungsartige tiefe Zwergmauern mitflanzt werden können oder in denen sich nur das Regenwasser sammelt. Denkbar ist auch ein kleines Bewässerungssystem das jeweils den Wohnungen zugeordnet ist, um die Begrünungssituation auf der Tiefgarage zu verbessern.
4 Weiteres zu den Wohnungen fifindet. Eine weitere Option ist es die einzelnen Abstellräume im UG direkt von den Wohnungen aus zugänglich zu gestalten, um das Maisonette-artige fortzuführen.
Die Schottenbauweise mit Wandversatz ermöglicht die unmittelbare und kostengünstige Aussteifung für die Horizontalkräfte bei jeder einzelnen Schotte, ohne daß die Kräfte herumgeschickt werden müssen.
Der Flächenanteil der Erschließung ist durch die Maisonetten, nur 2 Treppenhäuser bei 38 Wohnungen und daß 50% der Wohnungen von Außen von der Hofseite erschlossen werden, entsprechend niedrig und kompensieren den etwas höheren Kostenaufwand der Maisonette-Wohnungen.
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